Was ist Dirtbiken? 2Logorot

Was ist Dirtjump?

Mountainbike/BMX Dirt ist eine kreative Individualsportart ohne starre Regeln, die sowohl körperliche Fitness als auch motorisches Geschick abverlangt.
Eine gute Dirtline (Aneinanderreihung von Sprüngen) lässt sich mit einer Achterbahn vergleichen, mit dem Unterschied das man nicht angeschnallt ist. Dirtjump bedeutet sich in der Luft wohl zu fühlen. Wer einmal die Schwerelosigkeit gespürt hat, den lässt sie nicht mehr los.
Wer jedoch seine Fähigkeiten überschätzt, bekommt schnell die Quittung dafür. Beim Fahren geht es aber weniger um das Spiel mit dem Risiko, sondern viel mehr um Spaß und Flow. Die Fortbewegung mittels Fahrrad ist flüssiger als zu Fuß. Der geübte Sportler bekommt dadurch immer stärkere
Flow-Erlebnisse, bei denen er völlig in seiner Tätigkeit aufgeht und alles andere ausblendet. Wie bei den meisten Fun-, Extrem-, und Trendsportarten, spielt auch beim Dirtbiken der dazugehörige Lifestyle eine große Rolle. Viele der Sportler definieren sich sehr stark über ihren Sport. Sie verstehen den Sport als kulturelle Ausdrucksform und Plattform zur Selbstverwirklichung, deren höchstes Ziel die Entwicklung eines eigenen unverkennbaren Stils ist.
Im Unterschied zu traditionellen Vereinssportarten wie zum Beispiel Fußball, bei denen insbesondere junge Sportler durch feste Trainingszeiten immer „am Ball bleiben“, organisiert sich der typische Mountainbiker und BMXer seine „Trainingseinheiten“ in der Regel selbst. Ist eine intakte Szene vorhanden, gibt es normalerweise Treffpunkte (Spots) und Hochzeiten, sodass auch Fahrer mit geringerer Eigenmotivation bzw. Sportler, bei denen der soziale Gruppenaspekt eine große Rolle spielt, mitgezogen werden.
Dirtfahren und Streckenbaue sind untrennbar miteinander verknüpft. Ein guter Fahrer weiß welchen Radius ein Absprung haben muss und in welchem Abstand der nächste Sprung kommt. Typischerweise werden die Sprünge im Frühling gebaut und hergerichtet, sodass man im Sommer und Herbst genug Zeit zum Fahren hat und die Strecke nur noch pflegen muss. Fahrer die sich nicht am Streckenbau beteiligen, machen sich schnell unbeliebt.
Dirtjump entstand Ende der 1970 aus dem BMX Race Sport heraus. Im BMX Race Sport wird gegen die Uhr gekämpft. Die Sprünge werden eher flach gehalten um Zeit zu sparen.  Beim Dirtjumpen (Freestyle) geht es dagegen um Airtime und Style.

Dirtbike

Dirtbikes sind stabile Mountainbikes mit geringer Rahmenhöhe, die für technisch anspruchsvolles fahren und springen ausgelegt sind. Ein typisches Dirtbike besitzt eine straff abgestimmte Federgabel mit 80 – 100 mm Federweg, eine hydraulische Scheibenbremse am Hinterrad und 26“ Laufräder mit etwa 2.2“ Reifenbreite. Auf eine Gangschaltung und eine Vorderradbremse wird in der Regel verzichtet. Beim Aufbau eines Dirtbikes sucht man den perfekten Kompromiss zwischen Stabilität und Gewicht.

Streckenerklärungen

Pumptrack:
Ein Pumptrack ist eine speziell geschaffene Mountainbikestrecke. Das Ziel ist es, darauf ohne zu treten durch Gewichtsverlagerung (engl. pumping) Geschwindigkeit aufzubauen. Ein Pumptrack ist als Rundkurs meist aus Erde oder Lehm geschaffen. Der etwa einen Meter breite „Biketrail“ ist mit Wellen und weiteren Elementen wie Steilwandkurven oder Sprüngen versehen. Er kann normalerweise in beide Richtungen gefahren werden. Um durch Gewichtsverlagerung schneller zu werden, benötigt es einen spezifischen Abstand der einzelnen Wellen, die sich als Sinuskurve vorzustellen sind, sowie spezifische Kurvenradien. Die Schwierigkeit ergibt sich aus der Geschwindigkeit des Fahrers. Ein Pumptrack kann mit jedem Mountainbike gefahren werden, Fortgeschrittene wählen eher kleine und ungefederte Mountainbikes. Der Pumptrack ist als Trainingsbereich und Skillcenter vorgesehen und ermöglicht ein sehr spielerisches Fahrgefühl.

 

 

 

 

 

Table:
Der Table (engl.: Tisch) setzt sich aus Absprung, Mittelstück und Landehang zusammen. Tables eignen sich besonders gut für Anfänger, weil man sich langsam an das Fluggefühl herantasten kann. Nachteile: Tables benötigen weit mehr Erdvolumen und sind deswegen weniger verbreitet als Doubles. Es ist recht arbeitintensiv einen Table in gutem Zustand zu halten, weil jeder Anfänger, der darüber fährt die Absprung und Landekante beschädigt.

Double:
Der Double ist die klassische Bauweise eines Sprungs. Er setzt sich aus Absprung und Landung zusammen. Mehrere aneinandergereihte Doubles bilden eine „Line“. Hierbei können durchaus mehrere Lines parallel liegen, wobei die Fahrer zwischen den Lines wechseln können (Transfer). Beim Bau vom Doublelines sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Es gibt große und kleine, flache und steile, Step up und Step down, Hip, Spine, Quarter Pipes und zusätzlich können alle Pumptrack Elemente verbaut werden. Einzige Bedingung: Die Line muss komplett ohne in die Pedale zu treten fahrbar sein (gleiches Prinzip wie beim Pumptrack).

Auf der englischen Plattform www.buildthewoods.co.uk gibt es viele Beispielbilder und Videos der schönsten Dirtparks auf der Welt

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