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30. Landshuter Straßenpreis am 07. Mai 2006 als Abschlussvorstellung von Manfred Wimmer ?

Zum Jubiläum noch eine Bayerische Meisterschaft im Einer-Straßenfahren und dann Rückzug aus der aktiven Organisationsarbeit dieses Traditionsrennens.
Ein besonderes Jubiläum stand am 7. Mai auf dem Programm des Radsportcub Landshut. Der traditionelle Landshuter Straßenpreis, eines der wenigen noch verbliebenen Straßenrundstreckenrennen, das heuer unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Hans Rampf zum 30. Mal ausgetragen wurde und zur Feier dieses Jubiläums als "Bayerische  und Ostbayerische Meisterschaft” ausgeschrieben war.

Und man muss schon weit zurück blicken, bis in das Jahr 1967, wo der RCL am 25. Juni schon einmal eine "Bayerische Meisterschaft" ausrichtete. Damals noch ein "echtes" Straßenrennen, bei dem die Hauptklasse der A-,B-,C-Amateure ihre Sieger ermittelten. Vom Start in Landshut führte die Rennstrecke über Geisenhausen - Vilsbiburg - Frontenhausen - Dingolfing - Weichshofen - Straubing - Geiselhöring - Mallersdorf - Eggmühl - Schierling - Langquaid - Gisseltshausen bei Rottenburg - Pfeffenhausen wieder zurück nach Landshut. Am Ende dieses über 187 Kilometer führenden Einer-Straßenrennens, zu dem 120 Fahrer von fast allen namhaften bayerischen Rennsportvereinen wie der RC Herpersdorf, der RV Schweinfurt oder "RC Amor 07" und "Sturmvogel" München gemeldet hatten, stand Wolf Schmid vom TSV Gerzen als Sieger der Hauptklasse fest, der seine Rennfahrerkarriere bei Amor München begonnen hatte, dann aber aus beruflichen Gründen zum TSV Gerzen wechselte. Im selben Jahr dieser Landshuter "Bayerischen" konnte er mit einem weiteren Sieg beim damaligen Erich-Müller-Gedächtnisrennen seinen Triumph als "Landshuter Doppelsieger" komplettieren. Was dieses "echte" Straßenrennen für die damaligen Organisatoren um Wolfgang Rupprecht an Aufwand bedeutete, kann man sicher erst dann ermessen, wenn man weis, welche Auflagen und Bedingungen heute bereits an ein relativ kleines Rundstreckenrennen, wie den Landshuter Straßenpreis in seiner jetzigen Form, gestellt werden.

Davon kann Manfred Wimmer, der zusammen mit Gerd Ludwig bisher immer an vorderster Front dieser immer aufwendigeren Veranstaltung zu finden war, ein Lied singen oder auch ein Buch schreiben. Aber bevor er sich mit dem Verfassen seiner “Memoiren eines Rennveranstalters” beschäftigt soll ihm auch an dieser Stelle einmal deutlich Dank gesagt werden, für diese immense Arbeit, die hinter einer solchen und bisher immer erfolgreich abgewickelten Veranstaltung steckt.
Und wer bei der Siegerehrung aufmerksam zugehört hat, dem ist sicher nicht entgangen, dass unser RCL-Chef und Rennorganisator Manfred Wimmer mehr oder weniger deutlich seinen Rücktritt von der Funktion des “Machers” des Landshuter Straßenpreises bekanntgegeben hat. Dreißig erfolgreiche Veranstaltungen - das ist schon eine stolze Zahl und es ist Manfred sicher nicht zu verdenken, wenn er nun ans Aufhören denkt und einem oder mehreren Jüngeren den Vortritt lässt. Sicher - und auch das hat er in seinen Schlussworten am Ende des Rennens am Sonntag deutlich gemacht - wird er weiter diese Veranstaltung und ihre neuen Organisatoren (sofern sich welche finden ??? ) mit Rat und Tat nach Kräften unterstützen, aber als Alleinverantwortlicher und für alle Zuständiger möchte er nun nicht mehr auftreten. Und das sollte man einfach respektieren. Aber ein Jahr ist schnell vergangen. Soll heissen wir vom RC Landshut sollten nicht mehr lange warten, mit der Suche nach einem geeigneten Nachfolger, wenn uns diese Veranstaltung etwas bedeutet und wir auch einen 31. Landshuter Straßenpreis am Eglberg oder auch anderswo in oder um Landshut erleben wollen.


Inzwischen ist die Entscheidung gefallen. Der 30. Landshuter Straßenpreis 2006 war bis auf weiteres die letzte Straßen-Rennveranstaltung. Eine Neuauflage in 2007 wird es nach Entscheidung der jetzigen Vorstandschaft nicht geben. Ob eine neue Vorstandschaft die Tradition der Straßenrennen des RC Landshut irgendwann wieder aufnehmen wird, steht noch in den Sternen.